Das Tierheim in Poio


Das Tierheim in Poio





Aktuelle Situation - Frühjahr 2026


Die Situation im Tierheim in Poio ist schwierig.
Nein, das ist falsch formuliert.
Im Tierheim selbst sieht es eigentlich ganz gut aus.
Davon konnte ich mich am 9. April selbst überzeugen.

Video vom 9. April 2026.

Ein bißchen was muß getan werden.
Die "Katzengehege" sind noch immer triste, dunkle Löcher - trotz der angebauten Balkone.
Bei den Hunden fangen einige Dächer an undicht zu werden.
Einige Türen sind durchgerostet.
Auch die Zäune des Auslaufs fangen an zu rosten und brauchen eine Behandlung.
Die Stromversorgung ist noch immer ein Problem an nebligen Tagen.
Da wird die Batterie nicht genug aufgeladen und die Zwinger bleiben nachts unbeheizt.
Es sind also schon Investitionen nötig.
Aber nicht überlebensnotwendig.
Es geht auch so.

Allerdings nicht ohne die Euronen aus KG-Land.

Das, was das Rathaus in Poio zahlt, um sein Tierheim zu finanzieren, langt bei weitem nicht.
Es wird nicht mal mehr zuverlässig ein Arbeiter gestellt, der bei der Versorung der Hunde hilft.
Manchmal ist jemand da. Manchmal nicht.
Den Politikern ist das Wohl der Hunde und Katzen bestenfalls egal.
Aber eigentlich sind die Tiere lästig und zu teuer.

Unglaublich, daß Rosa noch immer die Kraft hat, auf den Berg zu fahren und die Hunde zu versorgen.
Bei Regen, bei Nebel, bei Kälte, bei Wind, bei Wetter, bei heißer Sonne im Sommer.
Die Hunde zu betreuen ist ihre Berufung.
Unglaublich.

Elisa ist das Organisationstalent dahinter.
Sie verhandelt mit den Politikern.
Sie kümmert sich im Notfall um Pflegestellen.
Sie erledigt Buchhaltung und bezahlt die Rechnungen.
Dabei bleibt ihr eigenes Leben völlig auf der Strecke. (Einen 12-14 Stunden Job hat sie auch noch).
Ich will keine privaten Details ausplaudern. Es sein nur gesagt: Oft bekomme ich nachts um drei Infos von ihr.
Weil sie erst dann die Zeit dazu findet, sich zu melden.
Dabei bleibt natürlich vieles auf der Strecke.
Daran wird sich auch nichts ändern.
Im Gegenteil - wir können froh sein, wenn wenigstens ab und zu noch mal das Wichtigste bei mir ankommt.
Elisa läuft nicht mal mehr auf dem Zahnfleisch.
Und trotzdem macht sie weiter.
Denn außer ihr ist keiner da, der ihren tierischen Job übernehmen kann und vor allem auch will.

Patricia und ihr Mann Pacco (die eine kleine Tochter haben und beide Vollzeit berufstätig sind) unterstützen das Tierheim bei "Events".
Sie organisieren die Ausstellungen, basteln den Kalender, etc.
Gleichzeitig haben sie zu ihren eigenen Tieren noch "India" aufgenommen, die gesundheitliche Probleme hat.
Damit sind sie eigentlich schon mehr als überlastet.
Ins Tierheim selbst können sie nur ab und an gehen.

Marcella und Jesus sind oft am Wochenende im Tierheim.
Mehr ist zeitlich nicht drin.

Daß so wenig Infos aus dem Tierheim kommen, hat also nichts mit Geringschätzung oder Gleichgültigkeit gegenüber "Körbchen gesucht" zu tun.
Es ist einfach zeitlich und kräftemäßig nicht mehr möglich.
Das müssen wir akzeptieren.

Dann noch ein paar Worte zu Tierärztin Ofir und ihm Mann Frank, die das Tierheim nach Möglichkeit unterstützen.
Doch die Kosten für sämtlichen medizinischen Bedarf steigen.
Ein bißchen Gewinn muß die Praxis auch machen.
Das führt oft zu schlechter Stimmung, was keinem hilft.

Doch hinterher raufen sich alle zusammen.
Denn alle haben das gleiche Ziel: Den Hunden und Katzen zu helfen.
So lange aus KG-Land die Euronen kommen, um das finanziell möglich zu machen, so lange werden auch die Menschen vor Ort nicht aufgeben.
Das jedenfalls ist mein Eindruck.

Ohne die Hilfe aus KG-Land ist das Tierheim früher oder später am Ende.
Wer ein paar Euronen übrig hat, überweist sie sehr gerne auf dieses Konto.

Amigos da Canceira de Poio
IBAN: ES11 2080 5473 5330 0012 6365
BIC: CAGLESMMXXX

Danke sehr!


Wo die Euronen zuletzt verwendet wurden?
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Das Tierheim in Poio


Im Frühjahr 2016 habe ich das Tierheim in Poio zum ersten Mal besucht.
Berichte über meine "tierischen Missionen" gibt's HIER.

Poio liegt in Galicien, etwa 30 Kilometer nördlich von Vigo, links oben in Spanien.
Dementsprechend ist das Wetter oft schlecht. Viel Regen, viel Wind, im Winter auch mal Frost.
Ein Leben im Tierheim ist ohnehin kein Zuckerschlecken.
Aber unter den in Galicien herrschenden, klimatischen Bedingungen ist es doppelt unangenehm.

Das Tierheim ist chronisch überfüllt.
Leider ist es bei vielen "Fellen" so gut wie unmöglich, sie zu vermitteln.

Da sind zum einen die "Kampfhunde".
Auch in Spanien braucht man zur Haltung eines "Bollerkopfes" eine spezielle Genehmigung, etc.
Die kostet - und schreckt Körbchengeber ab.

Zum zweiten sind da viele Hunde, die sich nicht anfassen lassen.
Sie haben sicher einen guten Grund dafür, auf einen Sicherheitsabstand zwischen sich und uns Zweibeinern zu achten.
Schlimm.
Auch diese Hunde werden wohl, ebenso wie die "Kampfhunde" den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen.
Und auch diese Hunde werden immer mehr.

Die Katzen befinden sich nicht auf dem Berg im Tierheim selbst, sondern unten auf dem Gelände der "Protection Civil", wo auch der Hundefänger seine "Station" hat und neu eingefangene Hunde die ersten Tage untergebracht sind, bis sie - nach einem Check bei Tierärztin Ofir - ins Tierheim umziehen.

Das Rathaus (Ayuntamiento), dem das Tierheim gehört, übernimmt nur einen Teil der Kosten.
Zum Beispiel:
Hündinnen werden kastriert - Rüden nicht.
Die Hunde werden entwurmt - aber nicht gegen Zecken und Flöhe behandelt.
Gesundheitliche Probleme interessieren nicht.
Das Gehalt von Rosa (Pflegerin) wird für fünf Tage die Woche übernommen. Daß die Tiere am Wochenende ohne Betreuung sind, ist egal.
Über den Zustand des Tierheims selbst brauchen wir gar nicht reden.
Die Liste ließe sich fortsetzen.

Ohne finanzielle Unterstützung aus KG-Land würde das Tierheim in Poio vermutlich nicht mehr existieren.

Das Tierheim in Poio

Wenn Sie den Hunden und Katzen im Tierheim finanziell unter die Pfoten greifen wollen - herzlich gerne.

Amigos da Canceira de Poio
IBAN: ES11 2080 5473 5330 0012 6365
BIC: CAGLESMMXXX

Danke sehr!