Sabine mit Sarah und Bommel


Sabine:
geb. 1965 und Zuhause an der badischen Bergstraße

Sarah:
geb. 2008 auf Teneriffa
Bommel:
geb. 2006-2008? (weiß keiner so genau) in Bulgarien


Im Gästebuch bin ich sehr häufig lesend, aber sehr selten schreibend zugange. Aber um das Angebot der „Sponsoren“ auszunutzen und den guten Zweck zu fördern, schreibe ich jetzt doch mal kurz einen Steckbrief.

Zu Körbchen gesucht kam ich wie so viele andere auch durch den Bericht bei „Tiere suchen ein Zuhause“. Der Bericht über Steffis Einsatz hat mich sehr beeindruckt, so dass ich mal die KG-Homepage besucht habe. Bisschen drin gestöbert, ab und zu mal wieder reingeklickt, immer öfter reingeklickt, dann regelmäßig.
Seit dem freue und leide ich mit, je nachdem was es Neues gibt.
Die außergewöhnlichen Beschreibungen der Körbchensucher, der Austausch der KGler im Gästebuch, die Aktionen und Ideen, die Transparenz bzgl. der Verwendung der Spenden: Super!!

Noch kurz zu mir:
Tierbegeistert und vor allem hundeverrückt bin ich, seit ich denken kann. Mein größter Wunsch als Kind war ein eigener Hund. Diesen Wunsch haben mir meine Eltern aus nachvollziehbaren Gründen leider nicht erfüllt, kleiner Ersatz für den eigenen Hund waren aber die Rauhaardackel, die mein Großvater immer hatte und an denen ich sehr hing. Im Fernsehen verfolgte ich schon als Kind (bis heute!!) Sendungen wie „Herrchen gesucht“, „Tiere suchen ein Zuhause“ usw.

Im Jahr 2000, als es die berufliche Situation von mir und meinem Lebensgefährten zuließ, haben wir uns entschlossen, einen Hund aufzunehmen. Es war auch klar, dass es ein Not-Fellnase vom Tierschutz sein musste. Mehrere Tourneen durch die verschiedenen Tierheime der Umgebung verliefen irgendwann erfolgreich: Ein weißer, strubbeliger ehemals ausgesetzter Hund (wahrscheinlich ein Tibet-Terrier-Mischling) namens Franz hatte es uns angetan. Nach mehreren Besuchen und Spaziergängen ist er bei uns eingezogen und wurde umbenannt in „Benny“. Er war brav, anhänglich, verschmust, konnte alleine bleiben, kein Jagdtrieb usw. Das einzige Problem war seine absolute Unverträglichkeit mit Rüden, so dass wir auf Spaziergängen meistens nach Fluchtwegen Ausschau hielten, wenn in der Ferne ein fremder Hund auftauchte.



Benny ist uns sehr ans Herz gewachsen. Leider wurde er nach etwa sechs Jahren sehr krank. Es begann eine zweijährige Krankengeschichte. Wir waren ständige Kunden von Tierärzten, Tierkliniken und einer Tierheilpraktikerin. Er hatte eine Autoimmunkrankheit, die in Schüben auftrat. Im Rahmen der Behandlung bekam er Diabetes, musste zweimal täglich gespritzt werden, als Folge der Zuckerkrankheit ist dann auch noch erblindet. Über seine Krankheiten, die Hoffnung, die wir immer wieder hatten, wenn eine vorübergehende Besserung eintrat, seinen Lebenswillen, seine Duldsamkeit, unsere Traurigkeit, wenn wieder ein Therapieversuch fehlschlug könnte ich seitenweise schreiben. Die Entscheidung, unseren Kampf gegen seine Krankheit aufzugeben und ihn zu erlösen war unbeschreiblich schwierig. Im August 2008 war es soweit. Die Tierärztin hat ihn hier bei uns Zuhause von seinen Leiden erlöst.
Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Ich vermisse ihn immer noch.

Schon sehr bald nach Bennys Tod haben wir Sarah aufgenommen. Sie wurde von einem Karlruher Tierschutzverein an uns vermittelt und stammt ursprünglich aus Teneriffa. Als wir sie bekamen war sie etwa 7 Monate alt. Die ersten Tage waren ausserordentlich schwierig. Sie kannte vorher ja keine Wohnung / Haus. Sie ist durch Haus und Garten getobt, ohne Rücksicht auf Verluste, Kinderabsperrgitter an der Treppe wurden übersprungen und waren kein Hindernis. Sie hat uns immer auf Schritt und Tritt verfolgt und hatte Panik vor dem Alleinsein. Alles was sie erwischen konnte, hat sie geklaut und angenagt. Jetzt wussten wir auch, warum Sarah in Karlsruhe den Spitznamen „Elster“ bekommen hat. Mit viel Geduld und einigen Hundeschulkursen hat Sarah aber bald große Fortschritte gemacht. Schon bald hat sie keine Lebensmittel mehr geklaut (Weihnachtsgebäck vom Blech, geriebener Emmentaler von der Arbeitsplatte, Hefeteilchen vom Teller usw.), Bücher, Socken und Schuhe nur noch seltener angenagt.



Sie ist ein lieber, anhänglicher, mit allem verträglicher Hund, sehr verspielt, immer da zu finden, wo Wasser, Schlamm oder Dreck ist. Mit anderen Hunden toben, balgen und über Felder und Wiesen fegen ist das Schönste für sie.

Irgendwann hatten wir die Idee, dass ein zweiter Hund für unsere verspielte Chaos-Sarah gut wäre. Die Frage „Zweithund ja oder nein“ hat uns lange beschäftigt. Als die Entscheidung für einen Zweithund fiel, wurden wir in Bulgarien fündig. Gefunden haben wir einen ruhigen und verträglichen Mischling, etwa gleich alt und gleich groß wie Sarah.
Er ist im Oktober 2010 bei uns eingezogen, wurde zu „Bommel“ und war sofort bei uns Zuhause.



Einen problemloseren Hund kann man sich nicht vorstellen. Er ist nur lieb und brav und hat noch nie irgendetwas angestellt.
Sarah und er verstehen sich gut. Seit Bommel im Haus ist, kann Sarah ganz entspannt alleine bleiben. Sie läuft nicht mal mehr mit zur Tür, wenn sie weiß, dass wir ohne Hunde weggehen. Die Entscheidung für einen zweiten Hund haben wir nie bereut. Es ist toll mit den beiden. Die beiden Zottelbären machen uns viel Freude und sind auch im Urlaub immer dabei.